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Gebäude

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Gebäude

Akteure können in ihrer Domäne Bauwerke zu unterschiedlichen Zwecken errichten. Der Hauptzweck eines Gebäudes ist abhängig von dessen Klasse. Die folgenden Klassen stehen zur Verfügung:

  • Infrastuktur sind Gebäude, die dabei helfen, die alltäglichen Aufgaben in einer Domäne zu bewältigen. Sie sind Vorraussetzung für bestimmte Aktionen oder beeinflussen deren Wirkung.
  • Gebäude zur Rohstoffgewinnung sind notwendig, um mithilfe der Rohstoffvorkommen einer Domäne Waren zu produzieren.
  • Ursprungserzeugung betrifft die Produktion von Rohstoffen ohne Rohstoffvorkommen, z.B. durch Landwirtschaft.
  • Veredlungsgebäude sind Werkstätten und Betriebe, in welchen Waren höherer Qualität durch Verarbeitungsprozesse hergestellt werden.
  • Dienstleistungsgebäude bieten der Bevölkerung Services, welche sich z.B. auf Zufriedenheit, Sicherheit und ähnliches auswirken. Regeltechnisch geben sie Boni auf Faktoren zur Berechnung von Wachstum, Zivilisation, Steueraufkommen, usw.

Bau von Gebäuden

Gebäude können entweder in Bauschritten oder in Baustufen errichtet werden, wobei je zehn Schritte eine Stufe ergeben. Dabei gibt es Gebäudearten, die bereits nach wenigen Bauschritten (beschränkt) einsatzbereit sind, während andere hierfür vollständig ausgebaut sein müssen. Die Durchführung eines Bauschritts erfordert eine kleine Bauaktion und dauert einen kleinen Spielzug 🔶. Eine Baustufe benötigt dagegen eine große Bauaktion und dauert einen großen Spielzug 🟧. Der Bau in kleinen Schritten ist also geringfügig effizienter.

Um Gebäude zu errichten, müssen Warenmarken mit Nutzen Baumaterial eingesetzt werden. Diese sollten erzählerisch zur Art des errichteten Gebäudes passen. Beispielweise wäre es mindestens unüblich, eine Festung aus Marmor zu errichten, wenn auch Granit oder Sandstein zur Verfügung stehen. Zur Durchführung eines Bauschritts muss Baumaterial im Wert einer Handelsmarke 🥉, also 2500 HG eingesetzt werden. Für die Durchführung einer Baustufe muss entsprechend Material im Wert von 10 Handelsmarken 🥉, also 25000 HG eingesetzt werden. Dabei ist es von Vorteil, verschiedene und höher verarbeitete Materialien einzusetzen.

Werden mindestens zwei verschiedene Materialien eingesetzt (Waren unterschiedlicher Gattung), so verringern sich die Gesamtkosten um 25% (bezogen auf den Nominalwert in HG). Werden Waren der Qualitätsstufe 🥈 oder höher eingesetzt, so verringern sich die Kosten ebenfalls um 25%. Trifft beides zu, so verringern sich die Gesamtkosten sogar auf 50% des Ursprungswerts. Vorraussetzung hierfür ist, dass jedes Material, das zu diesem Bonus beitragen soll, mindestens 30% des Warenwerts ausmacht.

Beispiel: Es soll eine Baustufe zum Preis von 25000 HG durchgeführt werden. Der Akteur entscheidet sich dazu, einen Materialmix von 🥉 Rohholz und 🥉 Lehm zu gleichen Mengen einzusetzen. Der Preis verringert sich dadurch um 25% auf 18750 HG, was 7,5 Handelsmarken 🥉 entspricht. Würde der Akteur das Gebäude stattdessen aus 🥈 Bausteinen errichten, so würde er 3,75 Handelsmarken 🥈 benötigen, da Marken der Stufe 🥈 einen höheren Gegenwert in HG besitzen. Mit 🥈 Bausteinen und 🥈 Holzschindeln würde sich der Gesamtpreis weiter auf 50% reduzieren, was 2,5 Handelsmarken 🥈 entspricht.

In einer Domäne kann immer nur eine Bauaktion zur gleichen Zeit durchgeführt werden.

KSCs und laufende Kosten

Gebäude müssen aktiviert werden, damit sie ihre Wirkung entfalten. Hierfür müssen KSCs in ihnen arbeiten. Wieviele KSCs gleichzeitig in einem Gebäude arbeiten können, ist dabei abhängig von der Art des Gebäudes und dem Grad des Ausbaus. Die Gebäudeliste zeigt an, wieviele KSCs eingesetzt werden und wie sich das auswirkt.

Ein aktiviertes Gebäude hat laufende Kosten. Das sind vor allem Materialien oder Waren, die z.B. zur Wartung eines Betriebs oder zur Durchführung von Dienstleistungen benötigt werden. Entsprechend kann ein Gebäude nur dann mit voller Effizienz genutzt werden, wenn es mit den entsprechenden Waren versorgt wird. Die Kosten eines Betriebs werden in Warenmarken pro großem Spielzug 🟧 angegeben und können eine exakte Warenart, eine Gattung oder einen Nutzen betreffen. In der Regel ist es hier von Vorteil, Waren höherer Qualität einzusetzen. Die Ausgangsstoffe, die in Veredlungsgebäuden verarbeitet werden, sind keine laufenden Kosten. Diese werden zusätzlich fällig, um produzieren zu können.

Infrastruktur

Gebäude der Infrastruktur sorgen dafür, dass das tägliche Leben in einer Siedlung oder einer Domäne reibungslos verläuft. Sie dienen als Voraussetzung für bestimmte Aktionen oder verändern deren Wirkungweise. Außerdem sind sie dafür notwendig, eine Siedlung zu vergrößern. Es gibt keine größeren Städte ohne eine funktionierende Infrastruktur. Infrastrukturgebäude haben keine laufenden Kosten, wenn sie nur ihre Grundfunktion erfüllen. Manche Gebäude haben jedoch eine erweiterte Funktion, für deren Betrieb oder Ausführung weitere Waren notwendig werden.

Die folgenden Gebäude sind für eine funktionierende Siedlung unerlässlich:

  • Marktplatz: Stellt den Kern einer Siedlung oder Domäne dar. Hier trifft sich die Bevölkerung um zu handeln, zu diskutieren und um sich zu organisieren. Ausgebaute Marktplätze stellen zusätzlich Befestigungen zur Verfügung, um die Bevölkerung nach außen hin zu schützen. Der Bau eines Marktplatzes erlaubt es, den Bedarf der Hintergrundbevölkerung zu decken. Außerdem können in einer Siedlung mit Marktplatz Waren umgeschlagen werden. Die Aufwertung des Markplatzes erhöht zusätzlich die Sicherheit und den Zivilisationswert einer Siedlung oder Domäne.
  • Verwaltung: Organisiert den Arbeitsalltag der Bevölkerung und setzt geltende Gesetze um. Die Verwaltung sorgt dafür, dass Betriebe ihrer alltäglichen Arbeit nachgehen und mit den notwendigen Waren versorgt werden. Sie erhebt Zölle und Steuern von der Bevölkerung und leistet ihrerseits Abgaben an die übergeordnete Fraktion. Die ersten zwei Betriebe in einer Siedlung können sich selbst verwalten. Für jeden KSC in der Verwaltung können zwei zusätzliche Betriebe verwaltet werden. Die Verwaltung ist außerdem notwendig, um Kopf- und Marktsteuer, sowie Zölle zu erheben. Die Aufwertung der Verwaltung erhöht zusätzlich den Wohlstand und den Zivilisationswert einer Siedlung oder Domäne.
  • Lagerhaus und Außenlager: Lager sind notwendig, um Waren zu verstauen. Ist kein Lagerplatz verfügbar, so kann ein Betrieb nicht produzieren und es können keine Waren von außerhalb in einer Siedlung oder Domäne hinterlegt werden. Lager müssen verwaltet werden, damit die gelagerten Waren sicher und zugänglich aufbewahrt werden können. Pro KSC können in einem Lagerhaus 200 Lasten an beliebigen Waren oder in einem Außenlager 500 Lasten an Baumaterial gelagert werden. Lagerplatz betrifft immer nur das Volumen von Waren, nicht deren Gewicht.
  • Temporäres Lager: Eine Domäne ohne Lagerhaus besitzt immer ein temporäres Lager von 150 Lasten. Hier können die ersten Waren verstaut werden, bevor ein eigenes Lagerhaus errichtet wurde. Dieser Lagerplatz ersetzt die im Basis-Modul festgelegten Grenzen für Warenproduktion. Das Temporäre Lager wird ersetzt, sobald ein Lagerhaus errichtet wird.

Der zum Bau von Infrastrukturgebäuden nötige Aufwand steigt mit der Größe bzw. Stufe des Gebäudes. Die erste Stufe benötigt 1 Baustufe an Arbeit, die 2. Stufe benötigt 2 Baustufen und die 3. wiederum 3 Baustufen. Um ein Gebäude auf Stufe 3 auszubauen, sind also insgesamt 6 Baustufen erforderlich.

Alle weiteren Gebäude der Infrastruktur und deren Funktionen sind in der Gebäudeliste beschrieben.

Produktionsgebäude

Produktionsgebäude (Rohstoffgewinnung, Ursprungserzeugung und Veredlungsgebäude) sind die Orte einer Sieldung oder Domäne, an denen Waren produziert und veredelt werden. KSCs können zwar entsprechend der Regeln im Warenketten-Modul Waren auch ohne Betrieb produzieren, die Produktion in einem gut ausgebauten Betrieb ist jedoch wesentlich effizienter. Dies wird durch Boni in der Produktion repräsentiert.

Um in einem Produktionsgebäude arbeiten zu können, muss dessen Grundgerüst für mindestens zwei abgeschlossene Bauschritte errichtet werden. Damit kann im Gebäude ein KSC mit einem Produktionsfaktor von 1 arbeiten. Je zwei weiterer abgeschlossener Bauschritte kann dann ein weiterer KSC darin beschäfigt werden. Außerdem steigt der Produktionsfaktor für alle im Gebäude beschäftigten KSCs um 1. Mit Abschluss der ersten Baustufe erreicht der Betrieb seine Standardeffizienz, d.h. pro Baustufe können 5 KSCs mit einem Produktionsfaktor von 5 arbeiten.

Produktionsfaktoren und Beispiel 🥉 Rohholz
Bauschritt/Baustufe 2/0 4/0 6/0 8/0 /1 2/1 4/1 6/1 8/1 /2 /3 /4 /5
max. KSCs 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 15 20 25
Produktionsfaktor 1 2 3 4 5 5 5 5 5 5 5 5 5
max. Ausbeute pro 🔶
Beispiel 🥉 Rohholz
2 WM 8 WM 18 WM 32 WM 50 WM 60 WM 70 WM 80 WM 90 WM 2 HM 3 HM 4 HM 5 HM
max. Ausbeute pro 🟧
Beispiel 🥉 Rohholz
24 WM 96 WM 216 WM 384 WM 600 WM 720 WM 840 WM 960 WM 1080 WM 24 HM 36 HM 48 HM 60 HM
Kosten 🥈 Werkzeug pro 🟧 3 WM 6 WM 9 WM 12 WM 15 WM 18 WM 21 WM 24 WM 27 WM 30 WM 45 WM 60 WM 75 WM
Lagerkapazität in Lasten 10 20 30 40 50 55 60 65 70 75 100 125 150
WM: Wertmarke, HM: Handelsmarke

Ein voll ausgebauter Betrieb, z.B. in der Rohstoffgewinnung, kann also mehr als eine Großhandelsmarke an Waren pro großem Spielzug 🟧 produzieren.

Produktionsgebäude haben laufende Kosten in Form von Werkzeug. Diese berechnen sich anhand der Größe des Betriebs. Je 2 abeschlossener Bauschritte benötigt das Gebäude drei Wertmarken 🥈 Werkzeug pro großem Spielzug 🟧. Diese Waren werden anteilig verbraucht, solange das Gebäude aktiviert ist. Sind keine Werkzeuge verfügbar, so wird der Produktionsfaktor des Gebäudes halbiert.

Jedes Produktionsgebäude hat eine geringe Lagerkapazität für eigene Waren. Diese hängt ebenfalls von der Größe des Betriebs ab. Für die erste Baustufe beträgt sie 10 Lasten pro 2 abgeschlossener Bauschritte. Danach erhöht sie sich nur noch um 5 Lasten je 2 abgeschlossener Bauschritte. Dieses Lager steht nur zur Verfügung, solange der Betrieb aktiv ist.

Gebäude zur Rohstoffgewinnung benötigen ein Rohstoffvorkommen, damit sie errichtet werden können. Gebäude der Ursprungserzeugung benötigen fruchtbares Land, um produzieren zu können. Diese Voraussetzungen müssen entweder erzählerisch oder entsprechend den Regeln im Warenketten- bzw. im Siedlungs-Modul der Fall sein. Pro Bauschritt müssen außerdem 5 Wertmarken an Saatgut oder an Zuchttieren zur Verfügung stehen, damit ein Betrieb errichtet werden kann. Saatgut sind entweder Samen, Setzlinge oder die Nahrungsmittel selbst. Zuchttiere sind die Tiere, die im Betrieb gezüchtet werden. Eine Domäne darf mehrere Betriebe des selben Typs betreiben.

Dienstleistungsgebäude

Dienstleistungsgebäude sind Orte des öffentlichen Lebens. Sie stellen Services zur Verfügung, welche die Bevölkerung in ihrem Alltag unterstützen. Je nach Sparte erhöhen diese Gebäude die Sicherheit, Gesundheit, Zufriedenheit oder den Wohlstand einer Siedlung oder Domäne. Alle diese Gebäude erhöhen außerdem den Zivilisationwert. Damit ein Dienstleistungsgebäude seine volle Wirkung entfalten kann, müssen dessen laufende Kosten aufgebracht werden. Sind die entsprechenden Waren nicht verfügbar, so halbiert sich die Wirkung.

Die Dienstleistungsgebäude und deren Funktionen sind in der Gebäudeliste beschrieben.

Gebäudelimits

Jede Domäne kann nur eine begrenzte Zahl an Gebäuden unterhalten. Soll eine größere Zahl an Gebäuden bzw. eine höhere Produktion errichtet werden, so muss der Akteur expandieren, wie im Siedlungs-Modul beschrieben. Bis dahin gelten die folgenden Limitierungen:

  • Infrastruktur
    • Marktplatz: bis Stufe 3
    • Verwaltung: maximale Stufe entspricht der des Marktplatzes
    • Verteidigung: maximale Stufe entspricht der des Marktplatzes
    • Lagerhaus: bis Stufe 3
    • Außenlager: bis Stufe 3
  • Rohstoffgewinnung und Ursprungserzeugung: Zwei Gebäude aus diesen Kategorien können bis Stufe 5 ausgebaut werden, alle weiteren nur bis Stufe 3.
  • Veredlungsgebäude: Alle Veredlungsgebäude können bis zur Stufe 5 ausgebaut werden.
  • Dienstleistungsgebäude: Die maximale Stufe kann der Gebäudeliste entnommen werden.