Warenketten-Modul: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Warenketten-Modul erweitert das [[<includeonly>#</includeonly>Basis-Modul|Basis-Modul]] um Rezepte, welche die Produktion von Waren an bestimmte Vorraussetzungen knüpfen und vielfältiger gestalten. Voraussetzung für die Produktion unverarbeiteter Rohstoffe sind Rohstoffvorkommen, die begrenzt sind und damit eine Spezialisierung von Spielkonzepten ermöglichen sollen. Das Modul definiert die folgenden Spielelemente und Aktionen: | |||
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* [[#Aktion:_Produktion_(Warenketten)|'''Aktion: Produktion (Warenketten)''']]: Eine erweiterte Form der Warenproduktion. Die Verwendung von Rezepten knüpft die Produktion an das Vorhandensein von Werkstätten, Ausgangsstoffen und Rohstoffvorkommen. Ersetzt [[#Aktion:_Produktion_(Basis)|Produktion (Basis)]]. | |||
* Ein '''Rezept''' definiert einen bestimmten Warenverarbeitungsprozess und bestimmt dessen Voraussetzungen und Ergebnisse. Die Kombination von verschiedenen Rezepten ermöglicht die Etablierung von komplexen Warenketten. | <noinclude>{{:Rohstoffvorkommen}} | ||
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Aktuelle Version vom 26. Mai 2026, 13:28 Uhr

Das Warenketten-Modul erweitert das Basis-Modul um Rezepte, welche die Produktion von Waren an bestimmte Vorraussetzungen knüpfen und vielfältiger gestalten. Voraussetzung für die Produktion unverarbeiteter Rohstoffe sind Rohstoffvorkommen, die begrenzt sind und damit eine Spezialisierung von Spielkonzepten ermöglichen sollen. Das Modul definiert die folgenden Spielelemente und Aktionen:
- Rohstoffvorkommen begrenzen die zur Verfügung stehenden Rohstoffe einer Domäne und geben einem Akteur damit Anlass, die eigene Produktion zu spezialisieren und Handel zu treiben.
- Ein Rezept definiert einen bestimmten Warenverarbeitungsprozess und bestimmt dessen Voraussetzungen und Ergebnisse. Die Kombination von verschiedenen Rezepten ermöglicht die Etablierung von komplexen Warenketten.
- Aktion: Produktion (Warenketten): Eine erweiterte Form der Warenproduktion. Die Verwendung von Rezepten knüpft die Produktion an das Vorhandensein von Werkstätten, Ausgangsstoffen und Rohstoffvorkommen. Ersetzt Produktion (Basis).
Rohstoffvorkommen
Die Rohstoffvorkommen in der Domäne einer Landgruppierung bestimmen, welche unverarbeiteten Ressourcen diese darin produzieren kann. Sie sind begrenzt und an die Anzahl der zugehörigen SC geknüpft. Dabei hat jede Art von Vorkommen einen Seltenheitswert, der dafür sorgen soll, dass besondere und wertvolle Rohstoffe im Spiel nicht inflationär produziert werden. Die Auswahl dieser Rohstoffe erfolgt über eine Punktekonto, das von der Anzahl der SCs abhängt. Gewählte Rohstoffvorkommen sollten erzählerisch in das bespielte Setting passen. Alle Arten von Rohstoffvorkommen können der Rohstoffliste entnommen werden.
Jede Domäne enthält immer ein normales Vorkommen mit dem Nutzen Baumaterial und ein normales Vorkommen mit dem Nutzen Nahrungsmittel. Zusätzliche Rohstoffvorkommen werden nach dem folgenden Schema dazu gewählt: Jeder SC in der Domäne einer Gruppierung gewährt dieser 1,5 Punkte, wobei auf volle Punkte aufgerundet wird. Mit diesem Punktekonto können Rohstoffvorkommen aus der Liste von normalen, besonderen und wertvollen Ressourcen gewählt werden. Die Kosten für Vorkommen sind:
| Rohstoffart | 1. Vorkommen | 2. Vorkommen | 3. Vorkommen | 4. Vorkommen | 5. Vorkommen |
|---|---|---|---|---|---|
| Normal | 1 Punkt | 2 Punkte | 3 Punkte | 6 Punkte | 12 Punkte |
| Besonders | 3 Punkte | 6 Punkte | 9 Punkte | 18 Punkte | 36 Punkte |
| Wertvoll | 5 Punkte | 10 Punkte | 15 Punkte | 30 Punkte | 60 Punkte |
Die vorhandenen Ressourcen können von allen SCs der Domäne genutzt werden, um Waren zu produzieren. Steigt die Anzahl der SCs in einer Domäne, so erhöht sich das Punktekonto der Gruppierung entsprechend und sie darf weitere Ressourcenvorkommen erschließen. Sinkt die Anzahl der SCs in einer Domäne, so bleiben die Vorkommen erhalten. Sie werden bei späteren Berechnungen des Punktekontos einbezogen, auch wenn sie zwischenzeitlich nicht genutzt werden.
Rezepte
Rezepte stellen die aufeinander aufbauenden Schritte von Warenketten dar und gehen in der Regel mit Qualitätssteigerungen einher. Aus Rohstoffvorkommen werden unverarbeitete Rohstoffe 🥉 gefördert. Daraus werden im nächsten Schritt Waren 🥈 erzeugt und diese wiederum zu Gütern 🥇 veredelt. Jeder Verarbeitungsschritt hat immer eine nominale Wertsteigerung zur Folge. Es lohnt sich also immer, auch ohne Qualitätssteigerung, Waren zu verarbeiten. Alle bisher existierenden Rezepte finden sich gesammelt in der Rezeptliste wieder.
Jedes Rezept ist nach einem festen Schema definiert:
- Name/ID: Die eindeutige Bezeichnung des Rezepts, wichtig für die Suche in der Rezeptliste
- Rezeptart: Legt das Verhältnis von Voraussetzungen, Ergebnissen und Wertsteigerung fest (Balancing-Mechanismus)
- Voraussetzungen: Legt Art und Menge von benötigten Zutaten, Rohstoffvorkommen und ggf. Produktionsstätten fest
- Ergebnisse: Legt fest, welche Waren in welcher Menge hergestellt werden
Beispiele:
R_Gold ⛏️ ➔ 🥉 (+50) : Mine (Gold) --- ➔ 50/50 🥉 Metalle/Erz/Gold
Das Rezept mit dem Namen R_Gold ist ein Rohstoff-Rezept, d.h. aus einem Rohstoffvorkommen ⛏️ werden Warenmarken der Qualitätsstufe Rohstoffe 🥉 hergestellt und die Wertschöpfung beträgt 50 HG. In diesem Fall wird aus einer Goldmine eine volle Wertmarke (50/50 Stück) vom Typ 🥉 Metalle/Erz/Gold hergestellt. Es werden keine Ausgangsmaterialien verbraucht, was mit einem leeren Feld (---) angezeigt wird.
Das Rezept bezieht sich auf die Basisproduktion einer Wertmarke und muss noch anhand von KSC-Faktor, Spielzug und ggf. weiteren Faktoren modifiziert werden. Ein SC mit einem KSC-Faktor von 1:1 würde innerhalb eines kleinen Spielzugs z.B. 2 Wertmarken Golderz herstellen. Ein SC mit KSC-Faktor 1:12 kann durch seine KSCs innerhalb eines mittleren Spielzugs dagegen 2 Handelsmarken herstellen.
T2_Bier 🥈 + 🥉 ➔ 🥈 (+70) : Brauerei 15/50 🥈 Gärstoffe/Malz + 10/50 🥈 Behältnisse/Fässer/Bierfässer + 30/50 🥉 Gärstoffe/Früchte/Hopfen ➔ 75/50 🥈 Alkoholika/Bier
In diesem Beispiel werden mehrere unterschiedliche Waren weiterverarbeitet. Aus einem beliebigen (Getreide-) Malz wird, in Kombination mit Bierfässern und Hopfen, Bier hergestellt. Das Rezept hat eine Werschöpfung von 70HG und stellt eine Transformation von Warenmarken der Qualitätsstufen Waren 🥈 und Rohstoffe 🥉 zu anderen Marken der Stufe Waren 🥈 dar. Die Wertsteigerung ergibt sich aus einer Qualitätssteigerung von 30 🥉 auf 30 🥈 im Falle des Hopfens, sowie aus der höheren Menge des hergestellten Bieres im Verhältnis zum eingesetzten Malz und den Bierfässern (25 ➔ 45). Auch hier müssen die Mengen in der Produktion anhand der Produktionsfaktoren (KSC-Modifikator, Spielzug, etc.) modifiziert werden. Dabei muss jedoch das Verhältnis zwischen Zutaten und Ergebnissen immer gleich bleiben. Das Ergebis von 75/50 Stück bedeutet, dass 1,5 Warenmarken produziert werden.
Rezepte können allgemein für Waren einer spezifischen Güte als auch speziell für Waren mit eindeutigem Wesen definiert sein. Z.B. kann ein allgemeines Rezept für Brot: 🥈 Backwaren/Grobes Brot ein beliebiges Getreide: 🥉 Getreide/Korn als Zutat voraussetzen. Andererseits kann z.B. ein spezielleres Rezept für Weizenbrot: 🥈 Backwaren/Grobes Brot/Weizen entsprechend Weizenkorn: 🥉 Getreide/Korn/Weizen als Zutat verlangen. Zutaten können auch anhand ihres Nutzens definiert sein. So gibt es z.B. einige Rezepte, die als Zutat eine beliebige Ware mit Nutzen Brennstoff verlangen. Hierfür kann jede Ware oder sogar eine Kombination von verschiedenen Waren mit dem passenden Nutzen verwendet werden. Lediglich die verwendete Qualitätsstufe muss mit der im Rezept genannten übereinstimmen oder diese übertreffen.
Aktion: Produktion (Warenketten)
- Zug-gebundene Aktion (🔶 , 🟠 , 🟧)
- Ersetzt Aktion: Produktion (Basis).
Die Produktion von Warenmarken im Basis-Modul wird mit der Wahl des Warenketten-Moduls hinsichtlich der Voraussetzungen und Ergebnisse abgewandelt. Ausschlaggebend ist hierfür das gewählte Rezept.
- Für die Förderung von Rohmaterialien muss ein Rohstoffvorkommen, wie unter Rohstoffvorkommen definiert, vorhanden sein.
- Für die Veredelung zu höherwertigen Waren müssen entsprechende Ausgangsmaterialien in Form von Warenmarken vorhanden sein.
- Sowohl die Förderung als auch die Veredelung von Waren benötigt die im Rezept angegebenen Werkstätten, entweder erzählerisch oder wie im Bau-Modul definiert.
- Die Mengen der eingesetzten und produzierten Waren pro KSC sind im Rezept definiert.
Dokumentation
Die Aktion wird wie folgt dokumentiert:
- [Spielzug], Produktion (Warenketten): [Anzahl beteiligter KSCs] KSCs produzieren [Rezept] in [Domäne]
Besitzt der Akteur nur eine Domäne, so ist der letzte Parameter optional.
Beispiele:
🟧 2026/11/1, Produktion (Warenketten):5KSCs produzierenU_SchafeK 2026/4/2, Produktion (Warenketten):1KSCs produzierenV1_SchnittholzinGrüningen